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Finale der Espresso Race-Serie 2026

Ein goldener Oktobertag war es nicht, dieser 18. Oktober, als das fünfte und letzte Espresso Race der Saison stattfand. Er mutete eher wie ein trüber Novembertag an – spätherbstliche 11 Grad, kombiniert mit hartnäckigem Nebel. Trotzdem fanden sich insgesamt 22 Boote aus dem SCIA und zahlreichen umliegenden Clubs ein – sogar aus Herrsching und Dießen kamen Teilnehmer.

Pünktlich um 14 Uhr wurde bei erfreulich stabilem Wind aus Nordost die erste von zwei Wettfahrten angeschossen. Die Segler trotzten den Temperaturen, und es wurde leidenschaftlich gefightet. Vom ILCA 4 über zahlreiche Zweihandjollen und Katamarane bis hin zu größeren Kielschiffen vom Format Dehler 28 verteilten sich die Boote auf der Bahn. Dabei nahmen auch die Kinder der diesjährigen Opti-Anfänger-Gruppe teil und durften erste Regattaerfahrung auf den großen Booten ihrer Eltern sammeln.

Bei der anschließenden Siegerehrung konnten sich die tapferen Segler im warmen Clubheim an Kaffee und Kuchen laben. Zu guter Letzt verlieh Jochen Blumenauer die Pokale für die Jahreswertung der Espresso Races. Aus insgesamt fünf Veranstaltungen mit 10 Wettfahrten gab es je eine antike Espresso-Kanne für die Sieger. Bei den Kielboooten siegte Rüdiger Jankowsky auf U20, Torsten Scheller holte den Pokal bei den Katamaren, und Tamara Huber auf Quest erhielt den Pokal für die Jollen.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle zwischenzeitlich aufgewärmten und gestärkten Segler einig: alle freuen sich auf die Neuauflage der Espresso Race-Serie 2027.

Wolfgang Huber vom SCIA wird Champion Master in der…

Vom 9. bis 11. Oktober fand beim Diessener Segelclub DSC am Ammersee die Klassenmeisterschaft der Moth-Klasse statt. Es waren 17 Boote gemeldet, mit Teilnehmern aus dem hohen Norden, Süddeutschland und Belgien.

Am Freitag konnte wegen flauen Windes erst sehr spät gestartet werden; zwei Wettfahrten wurden gesegelt. Bei einbrechender Dunkelheit waren alle wieder im Hafen. Der Samstag war von Warten, guten Gesprächen und Fachsimpeleien geprägt, denn starker Regen und nicht foilbarer Wind ließen keine Wettfahrten zu. Das Wetter am Sonntag war dann eher nach dem Geschmack der Teilnehmer. Immer wieder blitzte die Sonne zwischen den Wolken hervor, und der Wind wehte mit Stärke 2 bis 4, schwankte jedoch in der Stärke und pendelte in der Richtung. Das stellte hohe Anforderungen an die Segler. Die Wettfahrtleitung leistete hervorragende Arbeit und brachte an diesem Tag sechs Wettfahrten durch.

Klassenmeister wurde Luis Paulik vom Tegernsee. Für Wolfgang Huber vom SCIA gab es eine Überraschung, als er den Preis für den schnellsten Moth-Segler über 50 Jahre überreicht bekam. Damit trägt er nun den Titel German Open Champion Master International Moth Class.

Ein schönes Wochenende war es, mit Segelfreunden und ein gebührender Saisonabschluss. Herzlichen Dank an den DSC für die gelungene Veranstaltung.

Hot Chili Challenge 2026: Viel Spaß bei wenig Wind

Am 03. und 04. Oktober 2026 fand unsere jährliche Hot Chili Challenge im SCIA statt. Zum ersten Mal waren neben den 29ers auch Musto Skiffs als zweite Bootsklasse mit dabei. Wir durften ein weit angereistes internationales Feld begrüßen, der Weg führte Teilnehmer aus Hamburg, der Schweiz und sogar aus den Niederlanden zu uns. Erstmals konnten wir die Firma Frisch als Sponsor gewinnen, die hochwertige Produkte beisteuerte, darunter Schwimmwesten, wasserdichte Rucksäcke und Laptop-Taschen.

An diesem letzten Wies’n-Wochenende herrschte perfektes Spätsommerwetter – leider ohne regattatauglichen Wind. Am Samstag Nachmittag nutzte Wettfahrtleiter Albert Fuchs einen aufkommenden Windstrich für einen Startversuch, brach aber bei erneut einsetzender Flaute wieder ab. Die hochmotivierten Musto Skiffs ließen es sich jedoch nicht nehmen, zumindest die erste Kreuz außer Konkurrenz abzusegeln.

Die übrige Zeit verbrachten die Segler mit Kaffeeklatsch und Kuchen an Land. Die Jugend fand zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten mit Outdoor-Spielen aller Art, so dass die digitalen Endgeräte größtenteils in den Taschen verpackt blieben – Langeweile kam zu keinem Zeitpunkt auf. Und natürlich fehlte am Samstagabend unser legendäres Chili con und sin carne nicht – der Appetit war auch ohne Wettfahrten so groß, dass am Sonntagmittag die üppigen Reste restlos verputzt wurden. Auch die bunten alkoholfreien Cocktails sorgten für gute Laune.

Am frühen Sonntag Nachmittag gab der Wettfahrtleiter die Hoffnung auf Wind trotz hochmotivierter Segler endgültig auf – zurecht, wie sich zeigen sollte. Wir verabschiedeten die Teilnehmer mit einem kleinen Gastgeschenk, und für die weitest gereisten Gäste gab es Chili-Socken dazu. Die Preise für die Regatta-Sieger müssen noch bis zur nächstjährigen Ausgabe der Hot Chili Challenge warten, wenn hoffentlich wieder ausreichend Wind aufkommt.

Alexander Huber Schweizer Meister in der Tempest

Ende September fand am Thuner See die Schweizer Meisterschaft in der Klasse Tempest statt. Alexander Huber vom SCIA trat spontan als Vorschoter zusammen mit Tobias Spranger vom SRV an. Obwohl sie zum ersten Mal zusammen in dieser Konstellation auf der Tempest segelten, fuhren sie auf Platz 1 und holten damit den Schweizer Meistertitel. Wir gratulieren!

Opti ILCA Liga 2026 im SCIA

Strahlendes Wetter, strahlende Gesichter, einfach wieder ein Highlight für unsere Jüngsten und Regattaeinsteiger! Und auch für uns als Club ist es immer wieder schön, so viele begeisterte Seglerinnen und Segler zu Gast im SCIA zu haben. Am 12.07.26 fand die Abschlussveranstaltung der viertägigen Einsteiger-Regatta des Reviers Ammersee Mandichosee Pilsensee Wörthsee statt. 50 Optimisten und 20 ILCAs konnten bei passendem leichten Wind zwei Wettfahrten segeln, das leckere Mittagessen genießen und stolz ihre Preise in Empfang nehmen.

Julian und Tizian Lembeck bei der 29er WM in…

Vom 2. bis 9. Juli 2026 fand im Olympiazentrum von Kiel-Schilksee die bisher größte 29er WM der Geschichte statt. Insgesamt waren 276 Teams aus aller Welt am Start. Nachdem die Wochen davor – einschließlich der Kieler Woche – eher windarm verliefen, herrschten während der Meisterschaft stürmische Verhältnisse. Die Qualifikations-Wettfahrten fanden bei teilweise über 30 Knoten statt. Das Brüderpaar kam mit den Herausforderungen gut zurecht und erreichte mit einem 10. Platz als Zwischenstand problemlos die Gold Fleet der besten 50 Boote. Auch während der ersten zwei Finaltage waren die Bedingungen anspruchsvoll, lediglich die letzten drei Wettfahrten wurden bei Wind von 5 bis 10 Knoten gesegelt. Am Ende erreichten Julian und Tizian als zweitbestes deutsches Team den hervorragenden 17. Gesamtrang. Damit dürfen die Beiden bis zur nächsten Weltmeisterschaft mit der Segelnummer GER 17 antreten – ein toller Abschluss ihres Saisonhöhepunkts.

F18-Trainingstag im SCIA

Am 9. Mai fand im SCIA ein hochkarätiges F18-Training unter der fachkundigen Leitung von Fabian Wunderle statt. Mit dabei waren fünf Boote aus allen Ecken des Ammersees. Hier ein begeisterter Bericht von Martin Zentner, Commodore der F18-KV Süddeutschland.

Zuerst ein herzliches  Dankeschön an Fabian Wunderle, der heute im SCIA an Land und auf dem Wasser sechs F18 Crews auf’s Regatta-Segeln trainiert hat. Der Ammersee hat sich dabei mit all seinen Facetten präsentiert, von Flaute am Morgen über Winddreher am frühen Nachmittag bis hin zu den angesagten 2+ Bft aus Nordost am späten Nachmittag – und am Abend gab es einen Sonnenuntergang in allen erdenklichen Rottönen.

Die morgendliche Windstille wurde mit Starttheorie, Trimm-Tipps an den Booten und offener Fragerunde überbrückt. Um 13:00 Uhr ging es mit Bojen, Funkgeräten und Schlauchboot aufs Wasser, um zunächst unter Fabian’s fachkundiger Anleitung Starttheorie in die Praxis umzusetzen. Die ersten Versuche, einen Up- & Down-Kurs zu segeln, scheiterten an den ständigen Winddrehern. Ab 15:00 blieb der Wind dann konstant auf Nordost und die drei Boote, die tapfer durchgehalten haben, wurden mit vier schnellen Doppelrunden belohnt, bevor es zurück ins Clubhaus ging. Dort wurde noch Tag 1 der SailGP auf den Bermudas live angeschaut und dann kam bereits Vorfreude auf das SCIA Espresso Race am Folgetag auf.

Saisonstart 2026 im SCIA

Bei Aprilwetter startete der SCIA am 19. April 2026 mit dem ersten Espresso-Race in die neue Saison. Sonne und Wolken, Regen und Wind mit ordentlichen Böen – alles war geboten. Die Gewitter einer Kaltfront zogen zum Glück südlich vorüber.

Am Vormittag traf sich die neu gegründete Sportgruppe zur ersten Praxisschulung. Altbewährte und zukünftige Regattahelfer lernten von Wolfgang Huber und Alexander Eldracher-Beck die wichtigsten Aspekte der Motorboot-Führung auf Startschiff, Sicherungsboot und Bojenleger.

Nach einer kurzen Steuerleutebesprechung schickte Wettfahrtleiter Jochen Blumenauer die 10 Boote für zwei Wettfahrten auf’s Wasser. Eine kleine Gewitterzelle sorgte für eine kurze Startverschiebung, bevor die 21 Segler über die großzügig bemessene Startlinie auf die Bahn geschickt wurden. Bei lebhaft wechselndem Wind konnten wir zwei wunderbare und kurzweilige Wettfahrten fahren. 

Zur Siegerehrung gab es die heiß begehrten SCIA Espresso-Tassen für die drei ersten Plätze. Und Jochen Blumenauer präsentierte die Pokale der Espresso Race-Serie 2026, die es im Herbst für Jollen, Kielboote und Katamarane zu gewinnen gibt. Das gelungene Ansegeln weckte die Vorfreude auf die kommenden Espresso Races, die nächste Ausgabe folgt am 10. Mai 2026.

Die Grundschule Inning zu Besuch im SCIA

Am 13. April 2026 besuchten die ersten Klassen der Grundschule Inning unseren Segelclub. Bei neblig-kühlem Wetter wanderten die 54 ABC-Schützen mit ihren Lehrerinnen von Inning zum SCIA, um aus erster Hand einen Einblick in den Segelsport zu erhalten.

Nach einem Willkommen im Clubraum konnten die Schüler an verschiedenen Stationen einen Optimisten aus nächster Nähe betrachten und sich selbst an einer Wende und Halse versuchen. Unser Jugendtrainer Lucas Eldracher erzählte über die Seglersprache und die Benennung der zahlreichen Bootsteile wie Baum, Mast und Spriet. Die Kinder probierten Seglerknoten wie Kreuzknoten und Webeleinstek, und natürlich fehlte auch der Sicherheitsaspekt nicht. So bewunderten die Schüler die vielen verschiedenen Seglerbekleidungen und Schwimmwesten. Besonders fasziniert waren sie von der Videobotschaft des jungen Seglers Tizian Lembeck, der ihnen die Faszination des Opti-Segelns aus erster Hand näherbrachte. 

Vor dem Heimweg konnten sich die Schüler und Lehrerinnen noch an Muffins und Kinderpunsch stärken, und schon wurde vielfach der Wunsch auf eine Wiederholung im nächsten Jahr laut.

Silber für Steinlein/Bartelheimer

Ein starker Auftakt in die Segelsaison 2026: Das deutsche 49erFX-Duo Sophie Steinlein und Catherine Bartelheimer vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) und (SCIA) hat bei der renommierten Trofeo Princesa Sofía vor Mallorca den hervorragenden zweiten Platz belegt.

Die WM-Fünften des Vorjahres zeigten in der Bucht von Palma eine beeindruckende Konstanz. Vor den entscheidenden Medaillenrennen lagen sie noch auf dem Bronzerang, konnten sich aber durch die Plätze vier und fünf in den Finalläufen noch auf den Silberrang vorkämpfen. Dabei fingen sie am letzten Tag sogar die amtierenden spanischen Weltmeisterinnen Paula Barceló und Maria Cantero ab. Den Sieg in der Klasse sicherte sich das kanadische Team Georgia und Antonia Lewin-Lafrance.

Besonders bemerkenswert: Catherine Bartelheimer kämpfte während der gesamten Regattawoche mit einer Erkrankung. „Wir haben das Beste daraus gemacht, uns Zeit genommen und alle Bedingungen angenommen“, resümierte Steuerfrau Sophie Steinlein den Erfolg. Die Crew, die für den Norddeutschen Regatta Verein (NRV) und den Segelclub Inning am Ammersee (SCIA) startet, unterstrich damit ihre Ambitionen für die kommende Saison.

Der Erfolg von Steinlein und Bartelheimer war Teil eines starken Auftritts des German Sailing Teams. Neben ihrem zweiten Platz feierten Richard Schultheis und Fabian Rieger den Sieg im 49er der Männer. Insgesamt katapultierte sich die deutsche Flotte damit auf Platz zwei im Nationen-Ranking dieses ersten Sailing Grand Slams des Jahres.