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Espresso Race und Opti-Classics am 07. Juli 2024

Dieser Espresso-Sonntag zeigte sich zunächst nicht von der besten Seite: Viel Regen ohne Wind. Es konnte also nur besser werden – und das wurde es: für ein ausgesprochen familiäres Teilnehmer-Feld von nur 5 Booten endete pünktlich um 14 Uhr der letzte Schauer, und wenige Minuten danach stellte sich sogar ein segelbarer Wind ein. Immerhin reichte die Luftbewegung für beide der vorgesehenen zwei Wettfahrten – die ersten in diesem windtechnisch schwierigen Jahr. Wettfahrtleiter Robert Zank schickte die Boote bereits bei der ersten stabilen Strömung auf die Bahn. Die kurzen Flauten zwischen den Böen nutzten die 3 Laser und die Surprise zu amüsanten Wortgefechten – der 29er war zu diesem Zeitpunkt meist schon lange im Ziel. In der 2. Wettfahrt bekam das Feld noch Zuwachs: aus Eching gesellte sich eine sportliche „First“ dazu und ließ alle staunen, wie schnell so eine Rennyacht auch bei wenig Wind fahren kann!

Zeitgleich fanden direkt neben der Regatta-Bahn die „Opti-Classics“ statt, ein Team Race mit historischen Holz-Optimisten aus dem Fundus von Michael Timmermann. Vier Nachwuchs-Segler aus dem Club dirigierten unter der Obhut von Tamara und Wolfgang Huber die kleinen Nussschalen mit ihren wunderschönen bunten Segeln über das Wasser – ein willkommener Farbklecks im Wolkengrau! Nicht nur für Segelspass, sondern natürlich auch für Gaumenfreuden und das leibliche Wohl wurde gesorgt: Paul verköstigte die Jung-Segler mit köstlichen italienischen Linguine und für alle gab es im Anschluss an die Wettfahrten noch reichlich Kuchen. Einen ausführlichen Bericht über die Opti Classics gibt’s hier.

Am Ende des Tages gab es nur ein Fazit: Unterhaltsamer hätte so ein Wolken-Sonntag gar nicht sein können, ein guter Grund, sich auch das nächste Espresso-Race keinesfalls entgehen zu lassen!

Neues von der 29er SCIA Crew

Unser 29er-Team Louis Kowalski und Julian Lembeck vertreten den SCIA bereits seit Februar auf internationalen und nationalen Regatten. Highlights bisher waren der 29er Euro Cup vor Hyères (Südfrankreich), wo Material und Mensch bei reviertypischen Starkwindbedingungen gefordert wurden. Bereits im Vortraining erreichte unsere Crew beindruckende 22 Knoten Bootsgeschwindigkeit, mit Kicker Schäfer als Trainer. Im Wettkampf, traditionell mit starken Teams aus ganz Europa besetzt, gelang den Jungs die Qualifikation in die Gold Fleet und dort ein Ergebnissprung um über 10 Plätze nach vorn.

Auch regional lief bei Ranglistenregatten mit Rang 3 beim Münchner Yachtclub (MYC) und Rang 2 beim Seebrucker Regattaverein am Chiemsee (SRV) immer besser, trotz der wenig geliebten Leichtwindbedingungen. 2024 steht neben weiteren nationalen Regatten und Euro Cups ein wichtiges Event an: die 29er Weltmeisterschaft vom 1. bis 9. August in Aarhus (Dänemark). Als Vorbereitung dafür geht es zunächst nach Kiel zur Young Europeans Sailing (YES-Regatta) und von dort aus zum Euro Cup Dänemark, der ebenfalls vor Aarhus stattfindet.

Es steht Großes in diesem Jahr – drücken wir den Jungs die Daumen!

Tizian Lembeck vom SCIA gewinnt deutsche Opti EM-/WM-Ausscheidung

Tizian Lembeck vom Segelclub Inning am Ammersee hat die EM-/ WM-Ausscheidungsregatta in Travemünde für sich entschieden. Er segelte unter den 80 ranglistenbesten deutschen Opti-Seglerinnen und -seglern auf den ersten Platz. Damit hat er die Teilnahme-Berechtigung an der Weltmeisterschaft der Optimisten im Dezember in Argentinien erreicht.

Tizian lag dank einer konstanten Wettfahrtserie bereits nach 10 von 12 gewerteten Wettfahrten auf dem zweiten Platz und konnte durch einen niedrigen Streicher auch am letzten Tag nochmals richtig Gas geben. Mit einer Seebrise von soliden 10 Knoten kam er in zwei weiteren Wettfahrten unter die Top 10 und schob sich damit in der Gesamtwertung auf Platz 1.

Damit ist das Traumziel erreicht: der junge Star unter den deutschen Opti-Seglern kann an der WM in Argentinien teilnehmen. Entsprechend groß war die Freude bei Familie und Freunden im SCIA. Erste Vorbereitungen für die WM laufen bereits.

Die Meldeberechtigung für EM-/ WM-Ausscheidungsregatta hat sich Tizian übrigens in den letzten 12 Monaten in zahlreichen Ranglistenregatten ersegelt. Während er letztes Jahr noch knapp die Qualifikation für die EM verpasste, kam er dieses Jahr unter der Trainerbetreuung von George Blaschkiewitz von Anfang an sehr gut in die Wettfahrtserie und lag vom ersten Tag an auf Qualifikationskurs. Dieser große Erfolg hat seine Wurzeln in der hervorragenden Arbeit unseres Jugendtrainerteams um Tamara und Wolfgang Huber. Wir gratulieren auf Herzlichste und drücken fest die Daumen für die WM in Argentinien.

Einen ausführlichen Bericht zur EM-/WM-Ausscheidungsregatta gibt es auf der Website der Opti-Klassenvereinigung: WM-/EM Ausscheidung – 4. Wettfahrttag: Der beste Wind kam zum Schluss

Die neue Ausgabe der RAUM!

Es ist soweit: die neue Ausgabe unseres SCIA-Clubmagazins RAUM! ist da. Jochen Blumenauer hat wieder einmal weder Zeit noch Mühe gescheut und ein umfangreiches Bild unseres Clubs gezeichnet. Mit vielen Berichten, Informationen und Ausblicken auf die kommende Saison. Unbedingt lesen, es lohnt sich. Hier gibt’s die neue Ausgabe.

Regattatermine 2024

Die Regattaplanung für die kommende Saison steht! Wir haben 2024 insgesamt 8 Regatten im SCIA, darunter unsere Klassiker Ernst Hans Regatta und Wies’n Regatta, die Hot Chili Challenge für 29er und natürlich unsere Espresso Races.

Die Klassiker

  • 03.08. Ernst Hans Regatta (Yardstick alle Klassen)
  • 14.-15.09. Hot Chili Challenge (29er Klassenregatta)
  • 21.-22.09. Wies’n Regattta (F18 Klassenregatta und Yardstick Katamarane)

Espresso Races

  • 12.05.
  • 09.06.
  • 07.07.
  • 06.10.

Das wird eine spannende Saison, wir im SCIA freuen uns darauf. An dieser Stelle auch nochmals der Hinweis auf unsere Vortragsveranstaltungen im Februar und März:

  • 04.02. “Midsummersail2023“ von Hans Holzenkamp
  • 03.03. “Transatlantik” von Thomas Linder

Alle Clubtermine gibt’s auf unserer Homepage unter der Navigation >Termine.

Ernst Hans Regatta 2023 – die Kraft des Windes

Diese Regatta wird in Erinnerung bleiben. Heftiger Wind, Segeln an der Grenze und eindrückliche Momente. Ein Starkwindrennen wie aus dem Bilderbuch.

Aber der Reihe nach. 18 Schiffe gingen an den Start der diesjährigen Ernst Hansa Regatta im SCIA am 29. Juli. Bei ordentlich Brise mit 4-5 Windstärken startete die Wettfahrtleitung um Philip Karlstetter zügig und los ging’s auf den Kurs zwischen Buch und Schondorf. Das instabile Wetter immer fest im Blick, hatten die Crews alle Hände voll zu tun mit Ausreiten, Reffen und Wasser schöpfen. Einige Mutige zeigten auf dem Downwindkurs ihre Spinnacker oder Gennacker, aber die meisten beendeten dieses Experiment schnell wieder. Kenterungen und Dickschiffe mit heftiger Krängung zeigten die Kraft des Windes an diesem Tag. Aber die Teilnehmer hatten einen Riesenspaß, Wind und Welle zu reiten und um die Plätze zu kämpfen.

In der dritten Wettfahrt wurde der Wind mit heftigen Böen steif und forderte seinen Tribut. Zwei Dickschiffe kenterten und mussten von den Helfern an Land geschleppt werden. Zum Glück blieben alle Besatzungen wohlbehalten, die Schiffe wurden aufgerichtet, leergepumpt und wieder fahrtüchtig gemacht.

Nach drei Wettfahrten ging es zurück zum Club, und gestärkt mit Kaffee und Kuchen wurden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht. Nach der Siegerehrung gab’s unser berühmtes Spanferkel. Einiges von dieser Regatta wurde dann bereits zur Legende.

Sieger wurde Robert Zank auf dem Topcat K4X.

Ergebnisse

Rüdiger Jankowsky

Sonne und Wind beim Espresso Race am 23. Juli

Segler sind Optimisten. So stand es in der Ausschreibung zum dritten Espresso Race im Juli, und so haben wir es auch gehalten. Mit Erfolg, denn pünktlich zum Sonntag Nachmittag waren Wind und Sonne da. Warmes Wasser im See gab’s ohnehin, damit stand einem nachmittäglichen Espresso Race nichts im Weg. 14 Boote waren am Start, auch Gäste aus Schondorf kamen über den See.

Thomas Linder lieferte mit seiner Crew eine perfekte Wettfahrtleitung ab. Bei Windstärke 3 bis 5 ging es los auf einen schönen Up-and-Down-Kurs zwischen Buch und Schondorf. Auf der Kreuz zur Luvtonne wurde sportlich gesegelt, und der Vorwindkurs gestaltete sich für die zahlreichen Laser zu einer sportlichen Herausforderung – es durften spektakuläre Kenterungen bewundert werden. Nach zwei Wettfahrten stand der Sieger fest und das Feld begab sich an Land zur Stärkung bei Kaffee und Kuchen mit Siegerehrung und unseren legendären Espresso Race Cups. Den ersten Platz belegten Torsten Scheller und sein Sohn auf dem F18, alle Ergebnisse gibt es hier.

Das nächste Espresso Race findet am 17. September statt.